Ql things I have...

Everything ql I have found about, web, vids, pics & co

22
Jun 2010

Thought about: Location Based Payment und wie ich fast mit Mark #Zuckerberg darüber sprach #develepors Garage #London

London @ Developers Garage: Nach der Präsentation der größten Teils bereits bekannten Informationen durch Mark und seine Kollegen wurde auf der Develepors Garage im anschließenden Q&A einmal mehr nach einem Location Based Service von Facebook gefragt. Diesmal hat Mark Zuckerberg sogar offen durchscheinen lassen, dass es diesen geben wird.

Es  wurde auch viel über das Credits System von Facebook gesprochen und wie wichtig dieser Dienst für Facebook und deren Partner ist.

Hier kam mir die Idee beide Dienste zu verbinden und somit ein neues Bezahlmittel für das Real-Life einzuführen Dieses würde das Bezahlen enorm vereinfachen und viele Social Features in das Bezahlen einführen und nebenbei eine Art Weltwährung einführen.

Wie könnte das funktionieren:

  1. Der Facebook-User hat auf seinem Facebook-Konto ein Credits-Guthaben. Dieses möchte er jetzt bei dem Geschäft seines Vertrauens ausgeben. 
  2. Hierzu loggt sich sein GPS- oder zukünftig sein Galileo-fähiges Handy automatisch in das Geschäft ein (oder macht ihm einen Vorschlag) und sagt dem User, dass er noch eine bestimmte Höhe an Guthaben hat und dieses in dem Geschäft einlösen kann.
  3. Dies erfährt auch automatisch das Kassensystem und sieht auch, dass der User noch ein Guthaben auf seinen Facebook-Konto hat.
  4. Wenn der User sich mit Login Identifiert hat  wird der Einkauf über das Credits-System abgebucht und der Bezahlvorgang ist abgeschlossen. Somit muss der User ggf. nicht einmal mehr an die Kasse.

Mehrwerte

  • Es wird eine Weltwährung geschaffen. Heute haben bereits 500 Millionen User weltweit einen Facebook Account (warum diese Zahl noch nicht verkündet wurde verstehe ich nicht). Somit gibt es von Geschäfteinhaber ein hohes Interesse dieses Bezahlmittel einzuführen, da er sich einer vermeindlich breiten Nutzerbasis sicher sein kann. Damit hat der User zukünftig kein Problem mehr, wenn er beispielsweise auf einer Develepoers Garage in London ist mit dem Geldwechseln und den damit verbundenen Wechselkursen etc. Desweiteren könnte bei schneller interner Abwicklung viele Probleme mit Kreditkarten umgangen werden (Limits wurden angeblich nicht eingehalten etc.)
  •  In der Kombination mit eingebauten RFID-Chips in Handys könnte das Geschäft automatisch ermitteln welche Kleidungsstücke der User im Einkaufswagen hat und kann somit den Kassenvorgang entweder extrem verkürzen oder komplett vermeiden. Der Kunde identifiziert sich nur noch als der User an einen Terminal.
  • Der RFID-Chip könnte auch automatisch erkennen welche Kleidungsstücke der Kunde sich länger angeschaut hat oder gar probiert hat und dem Facebooker bei einer Preissenkung automatisch eine Nachricht schicken, wenn es dieses Kleidungsstück günstiger gibt.
  • Die Shop Inhaber können dem User beim Check-In darüber hinaus dem User zu einem Fan der Seite machen. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten des Marketings für den Geschäftsinhaber.
  • Natürlich lassen sich auch die klassischen Amazon Empfehlungssysteme installieren. Du hast dir eine Canon 550D gekauft, hole dir noch dieses Objektiv welches sich folgende Facebooker auch gekauft und empfohlen haben.
  • Das Social-Shopping wird auch extremst vereinfacht. Der User kann – wenn er dies möchte – automatisch seinen Freunden mitteilen was er sich gerade gekauft hat.
    Er erfährt wiederum auch automatisch, was seine Freunde sich in diesem Shop gekauft haben und ob er das Gleiche kaufen möchte.
  • Etc.etc.

Hürden bzw. Probleme:

  • Identifikation: Wie kann Facebook garantieren, dass es sich hierbei um das echte Konto des Users handelt? Dieses Problem kann über die klassische PIN gelöst werden. Dies würde aber natürlich dem komplett fließenden Einkauf entgegenwirken.
  • Ungenauigkeit und Trägheit von GPS: Vor allem in Gebäuden tut sich bislang GPS sehr schwer die genaue Position des Nutzers zu ermitteln. Vielleicht wird aber durch die Einführung von Galileo dieses Problem gemindert. Auch sind Inhouse Ortungssysteme denkbar.
  •  Vertrauen: Vor allem in Deutschland ist das Mißtrauen gegenüber Facebook momentan sehr hoch. Dies hat natürlich mit den Datenschutzbedenken zu tun.
    Man sollte aber nicht glauben, dass Facebook nichts aus seinen Fehlern lernt und mehr Transparenz im Datenschutz für uns ängstliche Kontinentaleuropäer schafft.
  • Wenige FBer nutzen bisher das Credits-System. Dies hängt sicherlich einerseits mit dem obigen Punkt zusammen als auch mit den wenigen Nutzwerten welche FB-Credits für den User haben.

 

Dieses Projekt kann IMHO nur durch die schiere Größe von Facebook realisiert werden, erst durch die massive Nutzerschaft der User kann so ein Location-Based Payment-System flächendeckend eingesetzt werden. Wenn so ein Dienst von der klassischen Wirtschaft gestartet werden würde gäbe es nur die  üblichen Insellösungen  und somit einen Erfolg erschweren.  

Das Payment kann wahrscheinlich nur von Facebook selbst durchgeführt werden oder von einem Start-Up welches die Strukturen von Facebook nutzt und das Zahlungsmittel erstmals Landesweit einführt.

Ist diese Idee utopisch? Mag sein, aber die Möglichkeiten dahinter sind nicht zu verneinen. Habt ihr noch weitere Gedanken, Anregungen zu den Überlungen, dann lasst es mich wissen.

 Ach ja und wie kam es dazu, dass ich fasst mit Mark darüber gesprochen habe? Mark Zuckerberg war auch auf der Developersgarage. Am Ende des anschließenden Meetups hatte ich ihn gefragt, ob Sie planen das Payment-System auch ins Reallife zu entlassen? Er meinte, dass sie sich darüber auch schon Gedanken gemacht haben. Dann kam leider seine Mutti (ich meine hier natürlich seine Koordinatorin) und sagte, dass sie jetzt weiter müssen. 

Img_0763

Jun 22, 2010
Wenn ich location-basierte Angebote über Facebook bekomme, möchte ich festlegen können, was ich suche und ob ich darüber benachrichtigt werden möchte. Ich finde es im Sinne des Datenschutz wichtig, dass Nutzerprofile anonymisiert werden und nicht für Dritte nachvollzogen werden kann, was meine Kaufhistorie ist.

Für Geschäfte bietet natürlich auch die Möglichkeit zu sehen, wo der Kunde gerade herkommt. Wenn man es zugänglich machen wollte. Dies birgt natürlich Chancen wie auch Gefahren. So kann der Inhaber z.B. sehen, bei welchen Konkurrenten ich mich schon vorher umgesehen habe und entsprechend seine Preise überprüfen oder aber auch seinen Service verbessern. Zu den Gefahren gehört natürlich auch die Preisabsprache. Wenn ich als Händler weiss, wo mein Kunde war, kann ich auch die Preise meiner Konkurrenten im Auge behalten.

In New York funktioniert dies derzeitig so gut, dass Elektronikhändler sich gegenseitig per Telefon über Preise und Kunden absprechen. D.h. der Missbrauch für Preisabsprachen ist über location-basierte Angebote noch ausgefeilter möglich.

Als Weltwährung müsste das Facebook-Payment überall verfügbar sein. Natürlich muss dann auch Datenroaming überaus bezahlbar sein. Wer möchte schon Übersee auf sein Geld oder gar den Service verzichten? Ich denke hier sind noch viele Hürden zu nehmen. Vor allem aber müssen die Nutzer und Kunden volle Kontrolle und Aufklärung über die Verwendung ihrer Daten bekommen. Social Media muss einen Schritt weitergehen. D.h. auch social mit seinen Kunden umgehen. :)

Jun 22, 2010
Simeon Biedner said...
Danke Thorsten.
Um das Problem mit der Internationalität und dem Roaming zu begegnen könnte Facebook ähnlich wie für Ihre Zero-Mobile-Facebook-Seite kostenlose Datentarife mit den Providern beschließen.